Jennifer Reichelt 2018-02-13T17:36:19+00:00

Besser spät berufen als nie:
Jennifer Reichelt und ihre K3

Was unterscheidet Mann und Frau bei der Jagd? Auf diese Frage hört man immer wieder die Antwort, dass Frauen selbstbeherrschter, kühler und oft disziplinierter der Jagd nachgehen als ihre männlichen Kollegen. Wer Jennifer Reichelt kennt, kann das bestätigen. Die 39jährige steht einem Mann jagdlich in nichts nach – und manchmal hat sie den Männern sogar etwas voraus.

In der Jugend hat sie sich vegetarisch ernährt – aus Tierliebe. Erst ein Jagdterrier-Mischling aus dem Tierheim setzte sie auf die Fährte. Der Kleine hatte einen ausgeprägten Jagdtrieb und steckte sein Frauchen an. Ihr Gewehr – eine K3 Kipplaufbüchse als Stutzen, passt gut zum Vorurteil den Damen auf der Jagd gegenüber. Der 39jährigen genügt ein Schuss vollkommen, um auch starkes und wehrhaftes Wild zur Strecke zu bringen – „ballern“ ist ihre Sache nicht.

Merkel Mood K3 Stutzen
Merkel FoM JR
Merkel Mood K3 Stutzen

Das Gewehr hat sie mit einem Lady-DS Schaft geordert. Diese spezielle Schäftung ist der weiblichen Anatomie angepasst. Der Unterschied? „Der Hinterschaft ist kürzer, der Pistolengriff weniger voluminös und steiler, die Schaftkappe weicher und anders geformt, der Schaftrücken höher und gerader – als beim Schaft „für Mannsbilder“. Jennifer Reichelt lächelt, denn so ein bisschen spöttelt sie, wenn die Rede auf den Geschlechterunterschied beim Jagen kommt. Kein Wunder: Immer noch sind Frauen in Wald und Flur deutlich in der Unterzahl – aber sie holen auf. Und sie stehen den Jägern in nichts nach – ohne ihre Weiblichkeit zu verleugnen. Nein, ein Mannweib ist die attraktive Brunette aus Schwaben mit Wohnsitz in Mecklenburg wahrlich nicht. Offen bekennt sie: Es war die beste Entscheidung ihres Lebens, den Jagdschein zu machen.

.308 Win. ist hier ihr Kaliber und die K3 ein so wunderbar leichtes und führiges Gewehr, dass man manchmal fast vergessen könnte, dass es zum Schießen ist. „Ich schleppe nicht gern viel mit mir herum, meine Ausrüstung ist möglichst genau der jagdlichen Aufgabe angepasst. “ An der leichten Kipplaufbüchse schätzt sie die Kombination aus dem geraden Schaft und dem universellen Kaliber – beides zusammen sorgt für einen moderaten Rückstoß: „Man weiß ja, dass leichte Gewehre zuweilen dazu neigen, zu treten…“ Nein, ihre K3 tritt nicht und als Stutzen mit dem mündungslangen Vorderschaft sieht sie aus wie ein richtiges, wunderschönes, traditionelles Jagdgewehr. Ein gutes Team und jeder für sich aus besonderem Holz geschnitzt: Hund, Jenny – und die K3.

Jennifer Reichelt / Deutschland

Die 39-jährige ist gelernte Krankenschwester, arbeitet als stellvertretende Leiterin in einem Heim für betreutes Wohnen und hatte ursprünglich gar keinen Bezug zur Jagd. Erst ihr Hund – ein Jagdterriermischling – hat in Jennifer den Jagdtrieb geweckt. Ihr Merkel-Gewehr: Die Kipplaufbüchse K3 mit Lady DS-Schaft. 

Wie kamst du zum Jagen?
Jennifer:
Ich habe in meiner Jugend auf Produkte aus industrieller Massentierhaltung verzichtet und nahezu 20 Jahre vegetarisch gelebt. Dann trat ein Jagdterrier-Mischling aus dem örtlichen Tierheim in mein Leben. Es stellte sich schnell heraus, dass sich dieser Hund nicht mit „Gassigehen“ zufrieden stellen ließ, sondern eine Beschäftigung braucht, die seinen Anlagen entspricht. Die Arbeit mit dem Hund und die ersten Erfolge haben mich begeistert. Es scheint, als habe er in mir etwas geweckt, was wohl in den meisten Menschen irgendwo schlummert. Kurz darauf lernte ich eine Försterstochter kennen, der ich von meinem Interesse an der Arbeit mit Jagdhunden und meiner entstandenen Neugier für die Jagd erzählte. Fortan durfte ich sie auf ihren Ansitzen begleiten, mehr über die Hintergründe erfahren und wunderschöne Erlebnisse mit ihr und ihrer Familie teilen. Sie hat mir viel Mut gemacht und mich darin bestärkt, als Frau den Jagdschein zu machen. Diese Entscheidung habe ich keinen einzigen Tag bereut.

Was ist deine bevorzugte Jagdart?
Jennifer: Mir liegt die Jagd vom Ansitz. Das Wild kommt vertraut, ich kann in Ruhe ansprechen und einen sicheren Schuss abgeben. Der Stress bei den Tieren ist minimiert.

Was und wo jagst du am liebsten?
Jennifer: Nie werde ich müde Schwarzwild zu jagen, denn diese Wildart stellt jeden Jägerin immer wieder vor neue Herausforderungen und lernt schnell dazu.

Hast du ein jagdliches Traumziel?
Jennifer: Einmal Afrika, immer Afrika… Wer einmal da war, den zieht es immer wieder dorthin. Es ist ein faszinierendes Land und mein Traum ist es, in diesem Leben noch einmal nach Südafrika zurück zu kehren. Auf Warzenschwein und Bushpig.

Was ist dein Lieblingskaliber?
Jennifer: 8×57 IRS – für mich die Allround-Patrone für die hier vorkommenden Hauptwildarten wie Rotwild, Sauen, Rehwild und Damwild.

Zum Abschluss: Dein jagdlicher Leitspruch?
Jennifer: Denn was ein rechter Jäger ist, der hat auch seine Zeichen, er senkt’s Gewehr vor manchem Wild, wenn er’s auch könnt‘ erreichen!

Merkel FoM Portraet Jennifer Reichelt

Kipplaufbüchse K3 Lady DS

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