FAQ 2018-02-14T13:12:55+00:00

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Zunächst einmal: die Grundfertigung der Komponenten unterscheidet sich in der Merkel Manufaktur nicht wesentlich, egal ob ein handwerkliches Meisterstück oder eine moderne Helix gefertigt wird. Modernste CNC Fertigungszentren produzieren die Kompondenten, die legendären Suhler Läufe kommen aus derselben Kaltschmiedeanlage. Dann allerdings unterscheidet sich die Fertigung schon. Der Unterschied für den Kunden: Bei einem Meisterstück wie einer 303 Bockflinte werden die Bestandteile aus Stahl und Holz handwerklich zusammengefügt – und nach Kundenwunsch veredelt oder maßangepasst. Eine Helix ist so konstruiert, dass alle Teile dieser Gewehrreihe untereinander austauschbar sind. Während der Jäger zur Anpassung eines Meisterstücks einen Büchsenmacher braucht, kann er bei einer Helix die meisten Teile selbst anpassen – bis hin zum Lauf- und Kaliberwechsel.

Merkel beschäftigt eigene Graveure, um die jahrhundertealte Tradition der kunstfertigen Jagdgewehrherstellung in Thüringen fortleben zu lassen. Diese Graveure bieten neben Individualgravuren auch eine Reihe von standardisierten Gravur-Modellen an Meisterstücken. Die erfahrenen Graveure bei Merkel setzen jeden auch noch so ausgefallenen Kundenwunsch nach Muster oder nach abgesprochenen Entwurf um.

Jeder Büchsenmacher mit eigener Werkstatt kann Merkel Jagdgewehre reparieren. Darüber hinaus bietet beispielsweise Frankonia in Deutschland eine speziellen Reparatur- und Ersatzteilservice für Merkel an.

Jagdgewehre von Merkel gibt es nur beim ausgesuchten Fachhandel und beim Büchsenmacher. Die Abgabe der Waffen erfolgt nur an Inhaber einer Erwerbsberechtigung.

Merkel verkauft seine Produkte ausschließlich über den Waffenfachhandel.

Die Helix hat einen Direktabzug mit trocken stehender Charakteristik. Wahlweise gibt es den Supercrisp-Präzisionsabzug TAR-GT mit einem breiten, geriffelten Züngel, der  stufenlos zwischen 500 und 1500 g Abzugsgewicht eingestellt werden kann.

Serienmäßig bietet die Helix einen fein geschliffenen Ölschaft mit geradem Schaftrücken, Backe, Gummischaftkappe und Pistolengriff mit Griffkäppchen. Für den schnellen Take-Down sind serienmäßig abnehmbare Riemenbügel vorgesehen. Der Kunststoffschaft der Explorer-Variante hat keine Backe und einen geraden Schaftrücken. Es gibt diesen Kunststoffschaft allerdings auch mit höhenverstellbarer Schaftbacke.

Die Standardkontur hat einen Mündungsaußendurchmesser von 17 Millimeter. Semi-Weight-Läufe haben 19 mm Mündungsaußendurchmesser. Wichtiger Vorteil: Beim Wechsel zwischen unterschiedlichen Laufkonturen kann immer derselbe Vorderschaft verwendet werden.

Jede Helix wird beim Einschiessen auch auf die Präzision nach einem Laufwechsel geprüft und nur bei Erfüllen aller Gütekriterien freigegeben. Ein Setzschuss, der dafür sorgt, dass sich der Lauf in der Bettung „setzt“, ist nach unseren Erfahrungen nicht erforderlich, wenn der Klemmhebel unter dem Vorderschaft 2-3 Mal bei voll eingesetztem Lauf bewegt wird, was den Lauf in die Passung hebelt. Generell und im Sinne der Waidgerechtigkeit gilt aber, dass nach der Zerlegung für Reise oder Transport ein Probeschuss anzuraten ist, um die Präzision von Waffe samt Zielfernrohr zu überprüfen.

Der Take-Down der HELIX ist sehr einfach und erfordert nur einige Handgriffe. Dennoch sollten diese Handgriffe mit großer Sorgfalt ausgeführt werden, um der Bestimmung des Produkts und der Verantwortung des Jägers gerecht zu werden. Zum werkzeuglosen Zerlegen und Zusammensetzen (Take-Down) der HELIX gehören:

1. Das 2-3malige Hebeln der Laufklemmung

2. Das korrekte Ansetzen des Vorderschafts in der Führung bis zum sicheren Einrasten des verriegelbaren Druckknopfs. Der sichere Sitz des Vorderschafts ist zu prüfen, bevor die Riemenbügel befestigt werden. Besonders bei Vorderschäften aus Holz, die sich bei Feuchtigkeit naturgemäß verziehen können, muss eine Festigkeitskontrolle unbedingt erfolgen.